Σάββατο, 17 Σεπτεμβρίου 2011

Antike Statue zeigt menschliche Innereien




Vom Schlüsselbein bis zur Prostata: Etrusker zeigt im Louvre all seine inneren Organe

Es ist ein erstaunliches Relikt aus dem Altertum: Eine Etrusker-Büste stellt die inneren Organe eines Menschen dar - und beweist damit, wie detailliert das anatomische Wissen vor rund 2200 Jahren sein konnte.

Auf den ersten Blick ist es nur eine uralte Statue. Doch wer sich die neue Attraktion des Pariser Louvre genauer ansieht, erkennt schnell, dass es sich um einen bemerkenswerten Fund handelt.

Der 68 Zentimeter hohe Torso aus dem 3. oder 2. Jahrhundert vor Christus zeigt, wie detailliert das anatomische Wissen bereits im etruskischen Zeitalter war. Die gefensterten Organe - Lungenflügel, Herz, Eingeweide, Milz, Leber, Blase und Prostata - deuten daraufhin, dass schon die Etrusker Leichen sezierten, sagte Jean-Luc Martinez, Leiter der Abteilung für griechische, etruskische und römische Altertümer im Louvre.

Die Etrusker waren das Volk, das vor den Römern Norditalien und fast das gesamte westliche Mittelmeer beherrschte. Bei der Büste handelt es sich Experten zufolge um eine sogenannte Votivgabe aus einer Etrusker-Stätte bei Rom. Votivgaben waren Weihgeschenke, mit denen der Spender entweder um seine Heilung bat oder sich für seine Genesung bedankte.

Das Pariser Museum erwarb die Statue Ende Juni für 249.000 Euro bei einer Versteigerung im Loire-Schloss Cheverny. Die Büste hatte zuvor einem französischen Arzt gehört, der sie 1960 gekauft hatte. Nach seinen Angaben stammte sie aus der Ausgrabungsstätte Canino nördlich von Rom. Dort lag im Altertum die Etrusker-Stadt Vulci.

Allerdings gab es auch schon lange vor den Etruskern erstaunlich großes anatomisches Wissen. So gilt es als erwiesen, dass etwa die operative Öffnung des Schädels, die sogenannte Trepanation, schon vor rund 12.000 Jahren praktiziert wurde. Auch aus der Bronzezeit sind solche Einriffe bekundet.
SPIEGEL ONLINE

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